Kohle Protest

Protesthighlights


 Dezember 2011: Gericht kippt Genehmigung für Trianel-Kohlekraftwerk in Lünen

OVG-Verhandlung zur BUND-Klage gegen das Kohlekraftwerk Lünen

Das Oberverwaltungsgericht NRW hat am 1. Dezember 2011 die Genehmigung für das seit 2008 in Bau befindliche Steinkohlekraftwerk des Stadtwerkeverbunds Trianel aufgehoben und damit der Klage des BUND voll stattgegeben. Ein großartiger Erfolg! Das erste Mal konnte ein Umweltverband in Deutschland in einem Klageverfahren gegen ein Kohlekraftwerk naturschutzrechtliche Belange erfolgreich vorbringen. Das Trianel-Projekt ist nun nach Datteln 4 der zweite fast fertig gestellte Kohlekraftwerkbau, der ohne Genehmigung in der Landschaft steht!

 November 2011: Über 3.900 Einwendungen gegen neuen Tagebau Welzow-Süd II

Nein zum neuen Tagebau Welzow Süd

Mehr als 3.900 Bürger sprechen sich mit Einwendungen gegen den von Vattenfall beantragten Braunkohletagebau Welzow-Süd II aus. Zu den Unterzeichnern zählt auch der Schauspieler und Theaterintendant Peter Sodann, der im Jahr 2009 als Bundespräsident kandidierte. Er und mehr als 3.900 weitere Menschen haben sich der Stellungnahme der Umweltverbände Grüne Liga, BUND und Greenpeace angeschlossen, um das klimaschädliche Vorhaben zu stoppen. 

 Oktober 2011: Über 4.500 Stellungnahmen gegen Regionalplanänderung zugunsten des E.on-Kohlekraftwerk Datteln 4 eingereicht

Übergabe der Stellungnahmen an den Regionalverband Ruhr

Zum Ende der Auslegungsfrist für die beabsichtigte Änderung des Regionalplans zugunsten des E.on-Kohlekraftwerks Datteln 4 gingen insgesamt über 4.500 Stellungsnahmen und Protestschreiben beim Regionalverband Ruhr ein. Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die klima-allianz deutschland sowie die in der Interessensgemeinschaft Meistersiedlung und Pro Waltrop organisierten Anwohner am Kraftwerksstandort gaben zudem umfangreiche Stellungnahmen ab und forderten den Stopp des Verfahrens aufgrund von „gravierenden und unheilbaren planungs- und umweltrechtlichen K.o.-Kriterien“. Eine Regionalplanänderung verstoße nicht nur gegen die Vorgaben des Landesentwicklungsplans, sondern unterlaufe auch die Klimaschutzziele. Ein neues Kohlekraftwerk in Datteln sei weder zur Bahnstrom-, noch zur Fernwärmeversorgung notwendig. Am geplanten Standort Löringhof gebe es zudem zahlreiche Unvereinbarkeiten mit den Bestimmungen zum Schutz von Natur und Anwohnern.

 Juli 2011: Trianel stellt Planungen für Kohlekraftwerk in Krefeld ein!

Protest gegen Kohlekraftwerk Krefeld

Das Stadtwerke-Konsortium verzichtet auf den Bau eines Kohlekraftwerks in Krefeld. Damit werden die beteiligten Stadtwerke zu Trägern der Energiewende in Deutschland. Nach einer Gesellschafterversammlung hatten Trianel-Vertreter Anfang Juli 2011 erklärt, im Chemiepark Krefeld-Uerdingenvon nun an auf ein mit den Erneuerbaren Energien kompatibles und hocheffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-Kraftwerk) zu setzen. Die Planungen dafür würden aufgenommen. In zahlreichen Städten hatte es in den Monaten vor dieser Entscheidung starken Protest gegen die Beteiligung der kommunalen Unternehmen an dem geplanten Kohlekraftwerk gegeben. Einige Stadtwerke hatten ihren Ausstieg aus dem klimaschädlichen Projekt verkündet. 

 Mai 2011: Europäischer Gerichtshof stärkt Klagerechte von Umweltverbänden

Kohlekraftwerk Lünen (Trianel)

Mit einem Urteil von bundesweiter Bedeutung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in seinem Urteil vm 12. Mai 2011 die Klagerechte von Umweltverbänden gegen industrielle Großvorhaben wie Kohlekraftwerke gestärkt. Hintergrund des Grundsatzurteils ist die Klage des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen das geplante Trianel-Steinkohlenkraftwerk in Lünen. Nach deutschem Recht war eine gerichtliche Kontrolle bislang stark begrenzt. Dies widerspricht jedoch europäischem Recht, dass ein Klagerecht bei allen Vorhaben vorsieht, die Interessen der Allgemeinheit tangieren.

 14. April: Bürgerprotest wirkt: Schlappe für Vattenfall - Braunkohlenausschuss vertagt Tagebau Welzow-Süd

Bürger wollen nicht abgebaggert werden

Die Beratung des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg führte zu keinem Ergebnis und mußte vertagt werden. Grund war massive Kritik der Ausschußmitglieder am Entwurf des Braunkohlenplanes Tagebau Welzow-Süd, Teilfeld II. Die Bürgermeisterin der Stadt Welzow, die Ortsbürgermeisterin des von Umsiedlung bedrohten Ortsteiles Proschim sowie zahlreiche weitere Redner lehnten den vorliegenden Planentwurf klar ab. "Vattenfall hat eine Schlappe erlitten. Auch in Welzow glauben die Menschen nicht mehr an die Notwendigkeit neuer Tagebaue und vertreten ihre Interessen nun deutlicher als bisher. Es ist unklar, ob das Planverfahren wie vorgesehen weitergeführt werden kann." sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss.

 März 2011: Herber Rückschlag für E.ON-Kohlekraftwerk Datteln - weitere Genehmigung entzogen

Kohlekraftwerksbau unter Protest

Auf Antrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bezirksregierung Münster der E.ON Kraftwerke GmbH eine weitere Genehmigung entzogen. Mit der verfügten partiellen Aufhebung des immissionsschutzrechtlichen Vorbescheids folgte sie dem BUND-Antrag aber nur teilweise. Der Umweltverband kritisiert das Vorgehen der Behörde als halbherzig. 

 Januar - März 2011: Kohlekraftwerksprojekt Brunsbüttel verliert immer mehr Investoren - zahlreiche Stadtwerke steigen aus!

Protest erhält Rückenwind aus Schleswig

Die Stadtwerke Schleswig, Wedel und Quickborn, sowie Ebersbach erklären Ihren Rückzug aus dem umstrittenen Kohlekraftwerksprojekt Brunsbüttel.  Hauptgrund für den Ausstieg ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit des Projektes, teilten die Geschäftsführer der verschiedenen Stadtwerke mit. Die Vorgabe der Bundesregierung, bis 2050 einen Großteil des Stroms aus regenerativen Energien zu erzeugen, sowie die Laufzeitverlängerung der Atommeiler in Deutschland, machen ein Kohlekraftwerk Brunsbüttel unrentabel. Stattdessen bringen sich die Stadtwerke nunmehr stärker in der Erzeugung regenerativer Energien ein. Die Stadtwerke Schleswig und Wendel verfolgen beispielsweise konkrete Pläne zur Beteiligung an Offshore-Windanlagen.

 Dezember 2010: GdF/ Suez erklärt Rückzug aus geplantem Kohlekraftwerk in Brunsbüttel

Protest lohnt sich

Der Energiekonzern GdF/ Suez gab gegenüber der Bürgerinitiative (BI) „Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe/ Brunsbüttel“ bekannt, von den Plänen Abstand zu nehmen, ein neues Kohlekraftwerk in der Schleusenstadt bauen zu wollen. „Nun geht es mit doppelter Kraft gegen das Wahnsinnsprojekt der SWS“, so Hinrichsen, Sprecher der Bürgerinitiative. Den erneuerbaren Energien und dem sparsamen Gebrauch von Energie gehöre die Zukunft. „Wir wollen unseren Kindeskindern keinen geplünderten Planeten hinterlassen.“

 Februar 2010: Nach Klage der Bürgerinitiative - GDF Suez erklärt Rückzug aus Stade

Bürger protestieren gegen das GDF Suez Kraftwerk

Die französisch- belgische GFD Suez (ehemals Electrabel) hat die Planung für ein 800 MW Kohlekraftwerk im niedersächsischen Stade aufgegeben. Das Unternehmen begründete die Abkehr von der Kraftwerksplanung mit Schwierigkeiten im Genehmigungsverfahren: Sowohl beim Schallschutz als auch bei den wasserrechtlichen Auflagen habe es Probleme gegeben. Die Bürgerinitiative (BI) Bützfleth weist darauf hin, dass ohne den Kampf der Bürgerinnen und Bürger und die von der BI eingereichte Klage das Kohlekraftwerk wahrscheinlich schon längst in Bau gewesen sei. 

 Dezember 2009: Dreifaches Aus für neue Kohlekraftwerke während des Klimagipfels

Erfolgreich: Klimapiraten segeln mit tausenden Unterschriften gegen neue Kohlekraftwerke nach Kopenhagen

Bewirkten die Klimaverhandlungen in Kopenhagen ein Umdenken? Das ist zwar nicht konkret zu belegen aber während der Verhandlungen bedeutete es das Aus für drei Projekte. Die umstrittenen Kohlekraftwerksprojekte in Mainz, Dörpen und Lubmin sind nun vom Tisch. Im niedersächsischen Dörpen gab die EnBW bekannt, aus dem Projekt auszusteigen. In Mainz wurde mit dem im Dezember 2009 veröffentlichten Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP auch das letzte mögliche Hintertürchen für die das dortige Kohlekraftwerk geschlossen. Bereits Ende September hatte der Investor auf Grund von fehlender Finanzierung die Kraftwerksplanungen eingefroren. Auch der dänische Energiekonzern DONG Energy bläst seine Pläne für das Kohlekraftwerk Lubmin bei Greifswald ab: Das Projekt habe nicht mehr die nötige Rückendeckung durch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, ließ das Unternehmen verlauten.

 Oktober 2009: DONG Energy sagt Kohlepläne in Emden und Schottland ab

Emden: Bürgerinitiative im Wortgefecht mit dem ehemaligen Umweltminister Sigmar Gabriel

Der dänische Energiekonzern DONG Energy erteilt der Kohleverstromung eine Absage: In Dänemark sind neue Kohlekraftwerke für das Unternehmen mangels zusätzlichen Bedarfs ohnehin kein Thema. Auch jenseits der eigenen Grenzen will DONG Energy offenbar keine weiteren Kohlekraftwerke bauen - damit sind das Kraftwerksprojekt im niedersächsischen Emden sowie eines im schottischen Hunterston vom Tisch. Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen hatten dem Konzern vorgeworfen, die geplanten Kohlekraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wären in Dänemark nicht genehmigungsfähig. DONG Energy ist zu 73 Prozent in Staatsbesitz Dänemarks, welcher Gastgeberland des entscheidenden Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen ist: Für seine Kohlepolitik im Ausland war der Konzern deshalb bereits wiederholt in die Kritik geraten.

 September 2009: Über 50 Wirtschaftswissenschaftler warnen vor dem Finanz- und Klimarisiko Kohlekraft

In einer gemeinsamen Erklärung warnen über 50 Wirtschaftswissenschaftler/innen vor den finanziellen und klimapolitischen Risiken neuer Kohlekraftwerke in Deutschland. Anlass gibt der geplante Neubau von 29 kon­ventionellen Stein- und Braun­kohle­kraft­werken in Deutschland. Investitionen in neue Kohlekraftwerke sind derzeit nicht nur aus klimapolitischen Gründen sehr umstritten, sondern auch aus wirtschaftlichen. In der Erklärung werden die in zahlreichen Studien belegten betriebs- und volkswirtschaftlichen Nachteile des Ausbaus der Kohlekraft zusammengefasst.

 

 September 2009: Gericht verordnet Baustopp in Datteln

Das neue E.on Kohlekraftwerk im nordrhein-westfälischen Datteln steht völlig überraschend auf der Kippe. Ein Landwirt aus Waltrop hatte vor dem Oberverwaltungsgericht Münster mit der Klage gegen den Bebauungsplan des größten Steinkohleblocks Europas Erfolg. Die Richter erklärten das Dokument für unwirksam, die Folgen sind noch unklar.

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 Spätsommer 2009: Appell an Kanzlerin und Umweltminister

Zukunft statt Kohle! Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Sigmar Gabriel - Den Energiekonzernen ist unser Klima egal: Sie wollen mehr als 20 neue Kohlekraftwerke bauen. Campact und die DUH rufen daher zu einem kraftvollen Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Gabriel auf, um die Kraftwerke gesetzlich zu verhindern.

 Juli 2009: Windanlagenhersteller droht mit Rückzug aus dem Emsland

Der Windanlagenherstellers Enercon kündigte an, Planungen für eine Rotorblattfabrik im norddeutschen Haren im Falle einer Bauentscheidung zugunsten des geplanten Kohlekraftwerks in nahe gelegenen Dörpen zurückzuziehen. Über 1.000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe, der wirtschaftliche Aufschwung der Region ist in Gefahr. Politische Unterstützer der Kohle verschweigen derweil, dass ein Kohlekraftwerk nicht nur negative Folgen für Mensch und Umwelt hätte, sondern gleichzeitig nur einen Bruchteil der Arbeitsplätze liefern würde.

 Juli 2009: Kohlekraftwerk Kiel wird verhindert!

In Kiel wollen die örtlichen Stadtwerke nun doch kein Kohlekraftwerk mehr bauen. Stattdessen will das Unternehmen die Rahmenbedingungen für ein neues Gaskraftwerk prüfen. Das Projekt hatte allerdings einen äußerst schweren Stand und nicht nur die örtliche Bürgerinitiative für eine umweltfreundliche Energieversorgung in Kiel, sondern auch die Mehrheit der Kieler Ratsversammlung gegen sich.

 Mai 2009: Demonstration in Emden mit über 3.000 Menschen

In Emden wurde am 17. Mai eindrucksvoll gegen die Planungen und den Bau von Kohlekraftwerken in Emden und an anderen Standorten demonstriert! Über 3.000 Demonstranten aller Altersgruppen forderten, dass eine rückwärtsgewandte Energiepolitik nicht weiter fortgeführt werden darf. Sie setzten sich für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Energiepolitik und keine weitere Förderung für "Dinosauriertechnik" ein, die den Klimawandel weiter anheizt unsere Atemluft verschmutzt und die Böden und das Klima langfristig schädigt.

 März 2009: Vattenfall zieht in Berlin Kohlekraftwerkspläne zurück

Nach massiven Protesten der Bevölkerung zieht Vattenfall die Pläne für ein Kohlekraftwerk in Berlin zurück. Stattdessen sollen mehrere Biomasse- und Gaskraftwerke gebaut werden.

 

 

 

 Februar 2009: Über 1.000 Menschen protestieren bei Minusgraden in Brunsbüttel

Über 1.000 Menschen demonstrierten bei Minusgraden in Brunsbüttel gegen den geplanten Neubau von drei Kohlekraftwerken. Auch Landwirte beteiligten sich mit rund 50 Treckern an dem Protestzug durch die Innenstadt.

 

 

 Oktober 2008: Bundesweite Aktionstour mit dem Kohlosaurus

Campact unterstützte den Protest von Bürgerinitiativen an verschiedenen Standorten. Die Unterstützung war überwältigend: Hunderte Menschen kamen zu jedem Tourstopp. Vom 7. bis 22. Oktober ging die Aktionstour gegen den Bau von über 30 geplanten Kohlekraftwerken. An den Standorten, wo demnächst über die Neubaupläne entschieden wird, ließ man das Kraftwerk entstehen – als Dinosaurier. Tausende schwarze "CO2-Ballons" starten aus dem Bauch des „Kohlosaurus“ und verdeutlichten die Gefahr fürs Klima.

 Oktober 2008: Protest von Bürgern aus ganz Europa in Brüssel vor dem EU-Parlament

Anlässlich einer Abstimmung zum EU Klima-und Energiepaket des Umweltausschusses im EU-Parlament protestierten Bürgerinitiativen gegen neue Kohlekraftwerke aus ganz Europa und für eine vernünftige, zukunftsweisende Klimapolitik.

 

 

 September 2008: Großdemonstrationen in Deutschland

Auf Initiative der Klima-Allianz gingen im brandenburgischen Jänschwalde und am hessischen Kohlekraftwerksprojekt Staudinger, die den größten bundesweiten Anti-Kohle Protesten, 6.000 Menschen gegen den Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland auf die Straße.

 

 November 2007: Bürger verhindern Kohlekraftwerk in Ensdorf

Der Bau eines neuen Kohlekraftwerks im saarländischen Ensdorf wurde durch eine Bürgerbefragung verhindert. 70 Prozent der Bürger haben sich gegen den Bau ausgesprochen.

 

 


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