Kohle Protest

29. Mai 2010

Proteste vor niedersächsischen Landesparteitag der SPD gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke

Mit Gift-Fässern, die den enormen Ausstoß an Schadstoffen des Klimakillers Kohle symbolisch zeigen, hat ein breites Bündnis aus Bürgern, Umweltaktivisten, Kirchenvertretern und der Klima-Allianz heute vor dem Lan desparteitag der niedersächsischen SPD in Stade gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke demonstriert. Die SPD in Stade, allen voran Bürgermeister Rieckhof, gilt als treibende Kraft für den Ausbau von Kohlekraftwerken.

"Während die SPD auf Bundesebene vollmundig den Klimaschutz propagiert, will die SPD in Stade ohne jegliche Bedingungen den Bau neuer klimaschädlicher Kohlekraftwerke, selbst wenn sie keine Kraft-Wärme Koppelung haben und somit gerade mal einen Wirkungsgrad von max. 46% erreichen", kritisiert Ingrid Meyer-Schmeling von der Bürgerinitiative Stade-Altes Land. "Wir sagen: der Klimaschutz muss hier vor Ort anfangen, denn nur so können die notwendigen CO2-Reduktionen auch erreicht werden."

In der Hansestadt Stade wollen E.ON und DOW zwei neue klimaschädliche Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1900 Megawatt bauen. Sollten die Kraftwerke realisiert werden, würden sie jährlich das Klima mit dem Ausstoß von über 11,3 Millionen Tonnen CO2 belasten. Gleichzeitig würde billigend eine massive Schädigung des sensiblen Ökosysstems an der Unterelbe durch die Entnahme von über 900 Millionen Kubikmeter Kühlwasser pro Jahr in Kauf genommen.

"Keine Art der Stromgewinnung ist so klimaschädlich wie die Kohleverstromung", sagt Elias Perabo von der Klima-Allianz. "Wir fordern die niedersächsische SPD deshalb auf, sich gegen neue Kohlekraftwerke in Stade und an anderen Orten in unserem Bundesland einzusetzen und sich unmissverständlich für den Klimaschutz und die erneuerbaren Energien stark zu machen."

Die Proteste wurden unterstützt von: Bürgerinitiative Stade Altes-Land, Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch, Bürgerinitiative Brunsbüttel, BUND Niedersachsen, NABU Stade, Oxfam, Deutsche Umwelthilfe, Campact und der Klima-Allianz (eine Bündnis von über 100 Organisationen).


Kohle-Karte
KONTAKTINHALTIMPRESSUM