


Die Mibrag (Mitteldeutsche Baunkohle AG) wurde Anfang 2009 an den tschechischen CEZ-Konzern (u.a. Betreiber des umstrittenen Kernkraftwerks Temelin und größter Kohlekraftwerksbetreiber Tschechiens) sowie die Finanzgruppe J&T verkauft. Zuvor gehörte die Mibrag zwei amerikanischen Unternehmen.
Mibrag betreibt zwei große Braunkohletagebaue in Ostdeutschland. Die Kohle des Tagebaus Profen in Sachsen-Anhalt wird vorwiegend im E.on-Kraftwerk Schkopau verfeuert. Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain in Sachsen beliefert das Kraftwerk Lippendorf, das von Vattenfall betrieben wird und an dem E.on und EnBW beteiligt sind. Um den Tagebau Vereinigtes Schleenhain zu erweitern, werden die Bewohner des Ortes Heuersdorf in Sachsen umgesiedelt. Die Bewohner setzten sich hiergegen – vergeblich – zur Wehr.
Um das geplante Braunkohlekraftwerk Profen zu betreiben, soll in Lützen in Sachsen-Anhalt ein neuer Tagebau errichtet werden. Mit den Probebohrungen wurde bereits 2006 begonnen.
Umsatz 2009: 384,6 Mio. €
Gewinn 2009: 41.5 Mio. €
Derzeit betreibt die Mibrag drei kleine Industriekraftwerke in Mumsdorf, Deuben und Wählitz.
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