Kohle Protest

Kolumbiens Steinkohle in Deutschlands Kraftwerken

Tagebau in Cerrejon

Kolumbien ist der fünftgrößte Kohleexporteur der Welt und mittlerweile der zweitgrößte Lieferant für deutsche Kraftwerke. 2010 werden wahrscheinlich erstmals mehr als acht Millionen Tonnen kolumbianischer Kohle in Deutschland verbrannt. Die Kohle stammt fast ausschließlich aus den Tagebauen transnationaler Konzerne in den Departments La Guajíra und Cesár. Hauptabnehmer ist E.ON, aber auch Trianel, GKM in Mannheim, RWE und Vattenfall werden bereits beliefert oder haben Optionsverträge abgeschlossen. Kaum bekannt ist, dass die Kohleförderung in den Abbaugebieten ökologisch sensible Gebiete zerstört und zu massiven Menschenrechtsverletzungen führt. Gleichzeitig werden in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut, die den Bedarf an Importkohle weiter steigern werden und den Ausbau der Erneuerbaren Energien behindern. Bereits die heute im Bau befindlichen Kohlekraftwerke machen die deutschen Klimaziele unerreichbar, jedes weitere würde die Situation noch verschlimmern.

Die Klima-Allianz und FIAN haben deshalb im November zwei Betroffene nach Deutschland eingeladen. Jairo Fuentes Epiayu, Gemeindesprecher der indigenen Gemeinde Tamaquitos, und Alfredo Tovar, Vorstandsmitglied der Kohlearbeiter-Gewerkschaft Sintramienergetica, werden auf ihrer Rundreise über die Auswirkungen des Kohletagebaus in ihrer Heimat sprechen.

Factsheet Importkohle (Stand Mai 2011)

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Bilder aus Kolumbien

 

 

 Kolumbien: Vertreibung wegen Kohleabbau für deutsche Kohlekraftwerke


Kohle-Karte
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