

In Deutschland sind derzeit 8 Steinkohlekraftwerke und 2 Braunkohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt über 11.000 Megawatt im Bau. Allein in Nordrhein-Westfalen werden 7 der 10 geplanten Kohlemeiler errichtet.
Klagen verzögern Planverfahren erheblich
Wenn die Planungen schon sehr weit fortgeschritten sind wird es zwar schwieriger, die klimaschädlichen Vorhaben noch zu stoppen. Aber es ist nicht unmöglich. Nicht alle im Bau befindlichen Kohlemeiler verfügen bereits über eine vollständige und nicht mehr beklagbare Bau- und Betriebsgenehmigung. So haben E.on in Datteln oder auch der Stadtwerkeverband Trianel in Lünen auf eigenes Risiko mit den Baumaßnahmen für die Kraftwerke begonnen. Gegen beide Vorhaben sind Klagen anhängig.
Probleme mit dem "Superstahl"
Mit Ausnahme des Neubaus in Lünen (Trianel) verzögert sich zudem die Fertigstellung aller derzeit im Bau befindlichen Kohlekraftwerke aufgrund von massiven Problemen mit dem neue "High-Tech Stahl T-24". Dieser wird im Bereich des Dampfkessels von Kohlekraftwerken eingesetzt und soll aufgrund seiner Festigkeits- eigenschaften und großer Temperaturbeständigkeit hohe Wirkungsgrade von übr 45 % ermöglichen. Doch bei Probeläufen tauchten reihenweise undichte Schweißnähte in den Kesselanlagen auf. Das Problem ist bis heute nicht gelöst. Wie lange sich die Inbetriebnahme der Kohlemeiler verzögert, ist derzeit nicht absehbar.
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