

1. Klimaschädlichkeit
2. Gefährdung der Klimaziele
3. Systemkonflikt mit erneuerbaren Energien
4. Kohlestrom zu teuer
5. Unwirtschaftlichkeit
6. langfristige Subventionen nötig
7. Klimagerechtigkeit
In Deutschland sind über 20 neue Kohlekraftwerke geplant, obwohl…
… Kohlekraftwerke klimaschädlich sind: Kohle ist mit Abstand der klimaschädlichste Energieträger in der Stromversorgung. Trotz modernster Technik stößt jedes Kohlekraftwerk enorme Mengen an klimaschädlichem CO2 aus – und das aufgrund der langen Betriebs- und Amortisationszeiten mehrere Jahrzehnte lang. Mit dem Neubau von Kohlekraftwerken würde in Deutschland also auf weitere Jahrzehnte eine klimaschädliche Stromerzeugung festgeschrieben.
… neue Kohlekraftwerke die Klimaziele der Bundesregierung gefährden: Die Bundesregierung hat zugesagt, dass Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent unter die Werte von 1990 reduzieren wird. BIs 2050 sollen die klimaschädlichen Emissionen dann um 80 bis 95 Prozent gemindert werden. Der Neubau von Kohlekraftwerken würde die Einhaltung dieser Ziele verunmöglichen.
…neue Kohlekraftwerke den Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) behindern: Das Ziel der Bundesregierung, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 30 Prozent bis 2020 auszubauen, führt zu einer schwankenden Einspeisung großer Mengen Wind- und später Sonnenenergie. Dies erfordert einen flexiblen Strommarkt, der sich beständig auf Angebot und Nachfrage einstellt. Kohlekraftwerke können ein schnelles An- und Abschalten jedoch nicht leisten Wer also weiter Kohlekraftwerke baut, wird in naher Zukunft die Forderung stellen, den Anteil der Erneuerbaren Energien zu verringern, da sonst die eigenen Kraftwerke vom Netz müssten…
… neuer Kohlestrom teuer wird: Der Emissionshandel schreibt vor, für den Ausstoß von CO2 sogenannte Emissionszertifikate zu kaufen. Je mehr CO2 ausgestoßen wird, desto mehr Zertifikate werden benötigt. Derzeit wird ein bestimmter Teil der Zertifikate noch kostenlos verteilt, ab 2013 werden die Zertifikate jedoch zu 100% versteigert. Gleichzeitig wird die Menge der Zertifikate pro Jahr gesenkt. Dadurch wird Kohlestrom immer teurer.
….neue Kohlekraftwerke nicht wirtschaftlich sind: Damit sich der Bau eines Kohlekraftwerkes rechnet (hohe Investitionskosten), muss das Kraftwerk viele Stunden im Jahr mit voller Last laufen. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien wird es in Zukunft viel öfter die Situation geben, dass kein Kohlestrom gebraucht wird und Kohlekraftwerke längere Zeit still stehen. Somit können die Investitionskosten nicht gedeckt werden und der Betreiber macht Verluste. Lesen Sie hierzu auch eine Studie des arrhenius Instituts oder lesen die Erklärung der Wirtschaftswissenschaftler gegen neue Kohlekraftwerke unter www.wiwis-kohle.de.
… neue Kohlekraftwerke langfristig subventioniert werden sollen: Vor dem Hintergrund, dass neue Kohlekraftwerke unwirtschaftlich werden und der Preis von Kohlestrom aufgrund des Emissionshandels steigen wird, will auch die Bundesregierung den Bau neuer Kohlekraftwerke mit bis zu 15 Prozent der Investitionskosten subventionieren – aus den Einnahmen des Emissionshandels. Details werden momentan verhandelt.
…Kohlekraftwerke auch zur Verschärfung der Armut in Entwicklungsländern beitragen: Mit ihren hohen CO2-Emissionen heizen neue Kohlekraftwerke über weitere Jahrzehnte den Klimawandel an. Schon jetzt sind die Folgen spürbar. Die ärmsten Menschen der Welt sind am stärksten vom Klimawandel betroffen. Starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren zerstören Ernten und führen zu weltweitem Hunger. Millionen Menschen in den Tropen und Subtropen verlieren ihre Lebensgrundlagen und müssen ihre Heimat verlassen. weiter...